Obere Irpinia: die wiedergeborenen Dörfer
Am 23. November 1980 traf das Erdbeben von Irpinia diese Dörfer der Oberen Irpinia ins Herz. Es ist keine Geschichte von Ruinen, sondern vom Wiederaufbau: Gemeinschaften, die geblieben sind und neu begonnen haben. Dies sind die wiedergeborenen Dörfer, zwischen Erinnerung und Zukunft.
7 Orte
◆ Dörfer
Teora
Teora (AV)
1980 verlor Teora mehr als hundert Einwohner und fast alle seine Häuser. Der wiederaufgebaute Ort bewahrt in seinem alten Kern die stehen gebliebenen Mauern wie Narben.
◆ Dörfer
Cairano
Cairano (AV)
Auf einem Felsen über dem Ofanto-Tal thronend, windet sich der Ort spiralförmig hinauf zum Gestein, wo der Wind nie schweigt: Hier reichen die Wurzeln bis in die Eisenzeit.
◆ DörferSant'Andrea di Conza
Sant'Andrea di Conza (AV)
Der Bischofspalast und die Kathedrale eines winzigen Dorfes, das jahrhundertelang die Bischöfe von Conza beherbergte, nachdem Conza dem Erdrutsch und dem Erdbeben überlassen worden war.
◆ Ausblicke & PanoramenGuardia Lombardi
Guardia Lombardi (AV)
Der Name sagt alles: ein langobardischer Wachposten auf fast tausend Metern, von dem aus man an klaren Tagen den Vulture und die Picentini zugleich sieht. Der Wind hört hier nie auf, und die Alten sagen, er trage die Stimmen der Dörfer weiter unten herauf.
◆ Sakrale Kunst
Abbazia del Goleto
Sant'Angelo dei Lombardi (AV)
Zwischen den Feldern des oberen Irpinien öffnen sich die Ruinen der von San Guglielmo da Vercelli gegründeten Abtei zum Himmel: der Febronia-Turm, die Stille und der goldene Stein im Sonnenuntergang.
- ◆ Dörfer
Sant'Angelo dei Lombardi
Sant'Angelo dei Lombardi (AV)
Um 19:34 Uhr am 23. November 1980 riss hier die Erde auf, und der Ort wurde zum Symbol einer nationalen Wunde. Heute lebt der wiederauferstandene borgo (alte Ortskern) mit seinen Leerstellen, und das Castello Imperiale wacht über einen Platz, der gelernt hat, neu anzufangen.
- ◆ Dörfer
Andretta
Andretta (AV)
Ein Amphitheater honigfarbener Häuser mit Blick auf den Ofanto, Heimat von Auswanderern und jenes Ferdinando De Rosa, der einen König töten wollte. Der nach dem Erdbeben wieder zusammengeflickte Altstadtkern gehört zu den elegantesten der Alta Irpinia.